Haben Sie in Physik gut aufgepasst? Wenn ja, dann sind Sie uns definitiv einen Schritt voraus. Wenn nicht, dann geben wir Ihnen heute eine kleine Nachhilfestunde zum Coandă-Effekt.

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, wieso Wassertropfen an einer gebogenen oder gekrümmten Oberfläche entlanglaufen, anstatt einfach abzufallen wie bei einem Wasserfall. Das trifft zum Beispiel bei einem Rohr zu. Lässt man Wasser hier durchlaufen, so fällt dieses nicht einfach mittig durch das Rohr, sondern der Strahl läuft entlang der Rohrwand. Man könnte meinen, die Tropfen fallen einfach ab oder bewegen sich in der eigentlichen Fließrichtung weiter, doch stattdessen scheint eine gewisse Anziehungskraft zwischen einem Gegenstand wie dem Rohr oder auch einem Fahrzeug und einer Flüssigkeit zu bestehen. Dieser Effekt ist der sogenannte Coandă-Effekt, der nach dem rumänischen Ingenieur Henri Coandă benannt wurde.

Henri Coandă wurde 1886 in Bukarest geboren und war Physiker sowie Aerodynamiker. 1910 wurde er nach seinem Studienabschluss Luftfahrtingenieur und baute sein erstes Flugzeug, die Coandă-1910, das mit einer motorbetriebenen Turbine ausgestattet war. Diese Turbine sollte heiße Luft nach hinten drücken. Henri Coandă stellte allerdings fest, dass die heißen Gase der Kontur des Rumpfs folgten und daran entlangströmten. Er bemerkte, dass der Luftstrom von nahegelegenen Oberflächen angezogen wurde. Er beschrieb dies als “Ablenkung eines einfachen Strahls einer Flüssigkeit” und erhielt das Patent für den von ihm entdecken Coandă-Effekt.

Was ist der Coandă-Effekt?

Der Coandă-Effekt beschreibt die Tendenz einer Flüssigkeit, einer gekrümmten Oberfläche zu folgen, anstatt sich in einer geraden Linie zu bewegen. Dieser Effekt wird häufig in verschiedenen technischen und wissenschaftlichen Anwendungen beobachtet und hat erhebliche Auswirkungen auf die Aerodynamik und Strömungsmechanik. Er ist abhängig von der Viskosität der Flüssigkeit – Honig oder Sirup hat eine höhere Wahrscheinlichkeit für den Coandă-Effekt als reines Wasser – sowie vom Druckgradient und der Zentripetalkraft.

Klingt erstmal recht kompliziert. Einfach gesagt tritt der Coandă-Effekt auf, wenn ein Flüssigkeitsstrom auf eine gekrümmte Oberfläche trifft. Anstatt sich von der Oberfläche zu lösen und sich geradlinig zu bewegen, bleibt die Flüssigkeit an der Oberfläche haften und folgt deren Krümmung. Man kann dies deutlich beobachten, wenn Wasser beispielsweise auf die Fahrzeugoberfläche trifft und dieses den Kurven des Autos oder Motorrad folgt. Die Wassertropfen bleiben auch an der Unterseite der Seitenspiegel haften und folgen deren Form.

Coandă-Effekt heute

Heute wird der Coandă-Effekt weiterhin im Flugzeugbau genutzt. Er dient der Erhöhung des Auftriebs durch Beeinflussung der Tragflügelströmung und zur Umlenkung von Flüssigkeiten. Auch im Rennsport war der Effekt immer wieder Thema, vor allem in der Formel-1. Der Coandă-Effekt kommt hier beim Auspuff zum Einsatz, durch den es möglich ist, die Karosserie eines Autos zu nutzen, um die Abgase auf den Boden zu leiten. Das sorgt für mehr Anpressdruck, da so der Diffusor gegen seitliche Einströmungen abgeschirmt wird.

Coandă-Effekt beim AIRFFECT

Der AIRFFECT SB-Trockner macht sich den Coandă-Effekt zunutze. Durch die enorme Luftaustrittsgeschwindigkeit von bis zu 500 km/h und das hohe Luftvolumen verdrängt er Wasser von der Fahrzeugoberfläche. Gemäß Coandă-Effekt werden die Tropfen regelrecht vom Lack geschoben. Sie laufen an den Fahrzeugkonturen entlang, zurück bleibt nach kurzer Zeit ein perfekt trockenes, streifen- und fleckenfreies Ergebnis.

Andreas Pasching von AIRFFECT: “Der AIRFFECT ist nicht einfach ein überdimensionierter Föhn oder ein größerer Laubbläser. Er ist ein ausgeklügeltes SB-Trocknungssystem, das wir über mehrere Jahre erforscht, getestet und perfektioniert haben. In dieser Zeit haben wir uns auch in das Zusammenspiel von Wasser und Luft sowie in die Strömungslehre eingearbeitet und mit Experten der unterschiedlichsten Bereiche zusammengearbeitet”.

Keine Sorge, um den AIRFFECT SB-Trockner zu bedienen müssen weder Waschparkbetreiber noch deren Kunden Physik-Profis sein. Das Handling des SB-Trockners ist einfach, intuitiv und unkompliziert – und es macht außerdem richtig Spaß! Beobachten Sie den Wasserverlauf aber bei der nächsten Fahrzeugtrocknung gerne selbst, Sie werden staunen!